1. FC Nürnberg Ein Trainer-Gespann für den Club

dpa, 24.12.2012 10:52 Uhr

Michael Wiesinger wird neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg - gemeinsam mit dem bisherigen Co-Trainer.

Nürnberg - Michael Wiesinger und Armin Reutershahn treten bei Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg als Trainergespann die Nachfolge des zum VfL Wolfsburg abgewanderten Dieter Hecking an. Das teilte der „Club“ am Montag mit.

Anzeige

Der bisherige U-23-Trainer Wiesinger und der bisherige Co-Trainer Reutershahn sollen am 3. Januar zum Trainingsauftakt offiziell im neuen Amt vorgestellt werden. Sie übernehmen in der Rückrunde 2012/13 die sportliche Verantwortung beim 1. FC Nürnberg.

„Wir haben alle Optionen intensiv geprüft und sind zu dem Entschluss gekommen, dass der Club mit dieser Konstellation die sportliche Herausforderung der Rückrunde bestreiten wird“, erklärte Martin Bader, Vorstand für Sport und Öffentlichkeitsarbeit beim 1. FC Nürnberg. „Mit Michael Wiesinger und Armin Reutershahn haben wir zwei Trainer aus den eigenen Reihen, die Vertrauen und hohe Akzeptanz genießen.“

Der 39-jährige Wiesinger, der am 27. Dezember seinen 40. Geburtstag feiert, wird künftig die finalen Entscheidungen treffen und fungiert laut Verein für Medien und Öffentlichkeit als Ansprechpartner. „Michael hat eineinhalb Jahre im Nachwuchsleistungszentrum hervorragende Arbeit geleistet. Als neuer Trainer soll er neue Impulse geben“, sagte Bader.

Ihm zur Seite steht Reutershahn, der seit 2009 als Assistenz-Trainer beim „Club“ arbeitet. „Armin ist eine wichtige Konstante für die Mannschaft, die sie gut kennt“, erläuterte Bader.

 

 

Anzeige
Kommentare (1)
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
DEZ
24
Hans Klemm, 14:52 Uhr

Hecking, ein geflüchteter Weihnachtsmann !

Hecking, ein geflüchteter Weihnachtsmann! Es ist irgendwie eigenartig, doch dieser mehr als komisch abgelaufene Wechsel des „Flüchtlings“ Hecking zum ebenfalls erst kürzlich in Wolfsburg den Anker ausgeworfenen Fluchthelfer“ K.Allofs förmlich über Nacht und ausgerechnet auf den Tag genau, als er vor drei Jahren in Nürnberg anheuerte, macht mich als Außenstehender trotzdem der geschriebene Inhalt der schon viel zitierten Ausstiegsklausel mehr als neugierig. War es nur Zufall, dass diese Geheimaktion plötzlich eine für viel Aufsehen sorgende Wende erfuhr, weil der fast schon feststehende frühere „blonde Engel“, Bernd Schuster, ausgerechnet an seinem Geburtstag, vielleicht nur wegen seiner an Madrid gewöhnten und auch hier gewollten ähnlichen Forderungen scheiterte bzw. wegen der bereits angekündigten Fan-Proteste auf den Wolfsburger Straßen gegen seine eventuelle Nominierung als Trainer für unliebsame Schwierigkeiten gesorgt hätte?. Ich werde bei diesem unschönen Ereignis, wo es für alle Beteiligte nicht nur Gewinner geben wird, an einen ähnlichen Fall erinnert, der ständig von mir verfolgt wird. Es handelt sich dabei um die Wechselgeschichte des jungen Fußballers Carsten Kammlott. Er war das Talent des Erfurter Fußballclubs Rot-Weiß! Dort konnte er alle Altersstufen durchleben und erhielt vor zweieinhalb Jahren einen sehr langfristigen Vertrag für den Männerbereich, wo seine 1.Mannschaft in der 3.Bundesliga sogar das Ziel anstrebte, noch höher spielen zu wollen. Im gleichen Jahr 2010 wurde es, wie im oberen Fall, aber alles anders. Nachdem mit ihm noch das traditionelle Mannschaftsbild für die damals neue Saison vor der weltbekannten Erfurter Krämerbrücke geschossen wurde, fuhr die Truppe direkt in das Trainingslager des nahen Ortes Weißensee. Kammlott dagegen konnte den Verlockungen, wie einige Jahre später auch bei Hecking, des wirtschaftlich fremd gesteuerten „Red Bull“ Leipzig. einfach nicht widerstehen. In der gleichen Woche noch wurde er bereits Mitglied seines neuen Clubs. Finanziell steht das ehemalige Ausnahmetalent, das die Erfurter Leitung nie hätten ziehen lassen dürfen, heute sicherlich prächtig da. Ob er aber mit seiner ständig auszufüllenden Ersatzspielerrolle in der immer noch völlig belanglosen und unbedeuteten 4. Liga wirklich glücklich ist? Auch hier waren damals die Gründe u.a. die nähere Lage seines Wohnortes zum neuen Trainings- und Spielort (obwohl er wesentlich schneller nach Erfurt und zurück als nach Leipzig rauschen dürfte) sowie die sportliche Entwicklung, die gerade aufgezeigt wurde……Seine zwischenzeitlichen Überlegungen zu einer Rückkehr scheiterten bekanntlich vor einem Jahr! Diese gleichen Überlegungen dürfte bei einem Scheitern in Wolfsburg Hecking mit Sicherheit nicht haben. Es klingt aber auch sehr komisch, wenn, wie in seinem Fall, gerade erst sein Vertrag für eine längere Zeit ausgedehnt wurde, die Ausstiegsklausel aber diesen wieder aufhebt, weil plötzlich seine entfernte Familie nach ihm ruft, der dortige (Neu-) Manager „ihn unbedingt haben will“ sowie dem Herrn Hecking „überzeugend die sportliche und wirtschaftliche Perspektive“ aufgezeigt wurde. Wer die Bundesligaspiele verfolgt, wird wissen, dass der neue Club von Herrn Hecking sich derzeitig auf dem 15. Tabellenplatz befindet, während die Jungs seiner „Hinterlassenschaft“ einen Platz vor den Wolfsburgern überwintern..... Es bleibt nur noch zu wünschen, dass die aufgestiegenen Nachfolger Wiesinger und Reutershahn aus den eigenen Reihen in Nürnberg etwas ehrlicher mit ihren Schützlingen umgehen, auch Erfolg haben und der Nürnberger Club mit dem reichlichen „Schmerzensgeld“ aus Wolfsburg auch etwas glücklich wird.